Veranstaltungen und Tagungen
Werkstattpräsentation
Bericht zur Werkstattpräsentation von Amélie Sanetra und Anja Schumann
Zu Beginn des Semesters hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich einer Werkstattgruppe zuzuordnen. Jede Gruppe widmete sich einem spezifischen Handlungsfeld der Sozialen Arbeit und erarbeitete dazu eigene inhaltliche Schwerpunkte, die am Ende des Semesters im Plenum präsentiert wurden.
Im Rahmen der Werkstattpräsentationen stellten sechs verschiedene Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit ihre Themen praxisnah vor.
Die Werkstatt Migration & Rassismus eröffnete mit einer interaktiven Aktion: Die Teilnehmenden sollten sich bei verschiedenen Fragen hinsetzen, wenn sie glaubten, davon nicht betroffen zu sein. Die letzte Frage lautete, ob man sich hinsetzen könne, wenn man glaube, sich noch nie rassistisch geäußert zu haben. Daraufhin blieb der gesamte Saal stehen – ein echter Gänsehautmoment.
In der Kinder- und Jugendhilfe wurde mithilfe eines Rollenspiels eindrucksvoll gezeigt, mit welch unterschiedlichen Lebenslagen Kinder und Jugendliche konfrontiert sein können. Abgeschlossen wurde der Beitrag mit einem Lied, bei dem alle mitsingen durften – der Song war zuvor von Kindern in der Jugendhilfe gemeinsam mit angehenden Sozialarbeitenden produziert worden.
Die Straffälligenhilfe machte deutlich, wie vielfältig die Gründe für Straffälligkeit sein können und wie schnell man selbst straffällig werden kann – vom Erwischtwerden beim Bahnfahren ohne gültiges Ticket über den Verkauf und Kauf von Drogen bis hin zu Diebstahl. Die verschiedenen Facetten der Straffälligkeit wurden dabei musikalisch von einem Kontrabass begleitet.
Die Suchthilfe stellte in einer gespielten Teamsitzung die Herausforderungen von Personalmangel, langen Wartezeiten und weiteren Hürden dar. Dabei wurde auch deutlich, dass Sozialarbeitende selbst unter den Schicksalen ihrer Klient:innen mental leiden können. Zugleich wurde gezeigt, wie wichtig es ist, hoffnungsvoll zu bleiben und auch die „kleinen Erfolge“ zu feiern.
In der Gemeinwesenarbeit wurde eine Bürger:innenversammlung zur möglichen Schließung eines Jugendclubs nachgespielt, bei der unterschiedliche Interessen aufeinandertrafen – sichtbar wurde die Kontroverse zwischen einem Politiker, der für die Schließung war, und zwei Jugendlichen, die Mitglieder des Clubs sind. Abschließend wurde betont, dass es Ziel der Gemeinwesenarbeit ist, gemeinsam Lösungen zu finden – in einem Raum, der Platz für verschiedene Meinungen lässt.
Die Werkstatt Gender & Queer Studies setzte sich im Rahmen einer initiierten Protestaktion für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte queerer Menschen ein. Sie machte sichtbar, wie oft eine einseitige Berichterstattung stattfindet, die Intersektionalität außer Acht lässt und dadurch unsichtbar macht.
Insgesamt gaben die Werkstattbeiträge vielfältige Einblicke in Praxis und Haltung der Sozialen Arbeit und boten Anlass zur Reflexion über die eigene professionelle Rolle.
Im Anschluss fand ein gemeinsames Buffet mit Studierenden und Dozierenden statt.
Danke an alle für die Mitwirkung!
Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Aristi Born
Position Professur für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie
Telefon +49 (0) 30 845 82 -227
E-Mail aristi.born@eh-berlin.de
Büro D 201, D-Gebäude
Sprechzeiten nach Vereinbarung