Evangelische Fachhochschule Berlin

Zusatzqualifikationen

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Theaterpädagogik

An der EHB besteht seit vielen Jahren die Möglichkeit einer
zertifizierten Qualifikation im Bereich Theaterpädagogik.
Die Qualifikation besteht aus Teilen, die im Rahmen des Studiums absolviert werden, und aus Teilen, die zusätzlich belegt werden müssen. Anbieter dieser zusätzlichen Kurse ist das Institut für Innovation und Beratung an der Evangelischen Hochschule Berlin (INIB).

Die Studierenden müssen einen Eigenanteil in Höhe von 500,00 € für die gesamte Ausbildung leisten. Es findet ein Bewerbungsverfahren statt, die Möglichkeit der Teilnahme ist aus Kapazitätsgründen also nicht garantiert. Nach Absolvierung aller erforderlichen Lehrveranstaltungen während des gesamten Studienverlaufes ist die Qualifikation vom Bundesverband Theaterpäd­agogik (BuT) als Grundlagenausbildung anerkannt.

Bitte nicht füttern! Studierende der Theaterpädagogik während des Streiks. (Foto: EHB)

Künstlerischer Eigensinn, soziale Verantwortung und kommunikative Absicht
Ziel ist die selbstständige theaterpädagogische Projektentwicklung/-durchführung in unterschiedlichen Arbeitsbereichen auf der Basis künstlerischer kollektiver Arbeitsweisen sowie die Erweiterung der Handlungsfähigkeit in der (sozial)pädagogischen Praxis durch das Medium Theater.
Mit Beendigung der Qualifikation / But Grundlagenbildung Theaterpädagogik sind die Studierenden befähigt, professionell eigene Theaterpädagogische Projekte zu initiieren und in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld durchzuführen. Sie integrieren damit Theaterarbeit als eine Dimension in ihr Handeln und erleben damit neue Zugänge in ihrem Arbeitsauftrag. Theaterpädagogik eröffnet ihnen die Möglichkeit im Arbeitsfeld Selbst- und Fremdwahrnehmung, Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit, Kreativität, Teamfähigkeit, soziales Lernen und soziale Kompetenz auf künstlerische Art entstehen zu lassen.

Studierende der Theaterpädagogik. (Foto: Martin Radloff)

haltung

Theater ist Sprache.
Sie manifestiert sich als Essenz und Konzentrat von Gefühlen, Erlebnissen, Sehnsüchten und Forderungen in der szenischen Darstellung als poetische Textur.

Theater ist Körper.
Er ist gebunden an die Erfahrungen, Ausdrucksmöglichkeiten und Fähigkeiten des darstellenden Menschen und setzt ihn zwangsläufig in den Mittelpunkt.

Theater ist Gemeinschaft.
Sie entsteht im Arbeitsprozess theatraler Produktion von unterschiedlichen Individuen für ein gemeinsam verantwortetes Kunstereignis.

Theater ist Kommunikation.
Sie wird geübt in der individuellen literarischen Arbeit als Dialog mit der eigenen Persönlichkeit und erweitert sich in der szenischen Arbeitsweise behutsam auf die Gruppe in einem geschützten Arbeitsraum bis zu einer kommunizierten öffentlichen Aufführung als ein sinnliches Gespräch mit den Zuschauern.

Theater ist Öffentlichkeit.
Anliegen werden in künstlerischen Texturen als Interventionen oder Assoziationen verschiedener Medien in den öffentlichen Raum getragen. Die Formate hierfür sind vielfältig und gebunden an die jeweiligen Arbeitsweisen. Sie sind in der zeitlichen Dimension und der Darstellung für eine immer wieder neu zu definierende Öffentlichkeit konzipiert.

Theater ist sozial.
Es ist der Mensch, der im Zentrum steht und über eine biografische und  kollektive Produktionsweise Verbindungen mit sich selbst und den anderen eingeht. Er erfährt, gestaltet und praktiziert damit respektvolles Leben in Gemeinschaft.

Auf dieser Basis gestaltet sich die Zusatzqualifikation Theaterpädagogik in einer sozialen, kommunikativen und künstlerischen Formation, die in jedem beginnenden Arbeitsbereich des Neuen einen Entwurf dieser drei Elemente als produktive Einheit wagt.

Studierende der Theaterpädagogik. (Foto: Martin Radloff)

ablauf

Die Qualifikation basiert auf drei großen Ausbildungsbereichen und begleitet drei Jahre des Studiums. Sie  besteht aus:

  • Einstieg: Grundlagen (Übungen, Methoden, Didaktik)
  • Vertiefung: Theater, Tanz, Poesie, Biografie (künstlerischer kollektiver Produktionsprozess mit öffentli­cher Aufführung)
  • Qualifizierung: ästhetische Forschung (theoretische Grundlagen sowie die eigenständige Entwick­lung eines Projekts in Feldern der sozialen Arbeit)

Abgeschlossen wird die Qualifikation mit einer öffentlichen Gruppenpräsentation und einer schriftlichen Arbeit.

Damit werden die Studierenden aufgefordert, innerhalb des Ausbildungsprozesses soziale, pädagogische und künstlerische Haltungen in der theaterpädagogischen Arbeit für die soziale Praxis zu entwickeln. Diese erproben und ggf. verändern sie anwendungsbezogen, um sich am Ende dieser Qualifikation professionell zu positionieren.

Theater ist Kunst.
sozial politisch kollektiv visionär.

Theateraufführung im Audimax. (Foto: M. Radloff)

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Kontakt

Leitung: Claudia Rudolph
Dozentin für Theaterpädagogik/Zusatzqualifikation Theaterpädagogik

Lehrbeauftragte

  • Till Baumann, Theaterpädagoge
  • Till Bommer, Dipl. Sozialpädagoge, Musiker, Musikpädagoge
  • Ariane Ehinger; Diplom - Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
  • Regine Fabian, Theaterpädagogin
  • Carsten Hensel, Bildender Künstler / Schwerpunkt Performance und Installation
  • Lorenz Hippe, Theaterpädagoge
  • Marei Konow, Atemtherapeutin (Middendorf)
  • Maike Plath, Theaterpädagogin
  • Katrin Pohlmann, Tänzerin, Tanzpädagogin, Choreographin
  • Madeline Stillwell, Künstlerin
  • Eva Streitberger, Theaterpädagogin

Lernen Sie die Lehrenden besser kennen...

Übersicht über zurückliegende Theaterproduktionen an der EHB

Übersicht über Theaterpädagogische Praxisprojekte in Arbeitsfeldern sozialer Arbeit

Portraits ehemaliger Studierender

Aktuelles

Rückblick in stillen und bewegten Bildern auf die Präsentation von „schlaflosschlaf" im Juni 2014.

Eindrücke in Bildern der vergangenen Theaterproduktionen und Abschlusspräsentationen.