Evangelische Fachhochschule Berlin

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Werkstattpräsentationen

Studierende präsentieren ihre Werkstätten im Audimax.

Die hochschulöffentliche Präsentation der Werkstätten aus Modul 1.1 des 1. Semesters Soziale Arbeit (B.A.) fand am Freitag, den 5.7. 2019, im Audimax der EHB statt. Vielen Dank für die tollen, kreativen und informativen Beiträge!

In Modul 1.1 lernen die Studierenden in kleinen Seminargruppen ausgewählte Handlungsfelder Sozialer Arbeit kennen, reflektieren sich in ihren Lernprozessen und werden an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt. Mehr zum Werkstattmodul und zu den Präsentationsbeiträgen aus Studierendensicht können Sie hier lesen. Ablauf und Stimmung im Audimax vermitteln Ihnen auch die Fotos von Sandra Merseburger (Werkstatt „Migration & Rassismus“).

Die nächste Werkstattpräsentation findet am Montag, den 13.1.2020 um 14 Uhr im Audimax statt. Sie sind herzlich eingeladen!

Geneleen Edano (Werkstatt „Sucht“) über das Modul 1.1:

Studierenden wird zum Beginn des Studiums ermöglicht, sich durch Gruppenarbeiten kennenzulernen und zusammen ihr Wissen über spezifische Themen der Sozialen Arbeit zu erweitern. Mit Exkursionen und Projekten in den angebotenen Werkstätten erhalten sie erste Einblicke in die Tätigkeiten eines_r Sozialarbeiters_in. Sie erlernen die Elemente des wissenschaftlichen Arbeitens (arbeiten mit wissenschaftlichen Quellen, Textanalysen, Gliedern, formale Regeln befolgen), die sie in Form einer Probehausarbeit anwenden können. Studierende erlernen dadurch unterschiedliche Wege und Strategien Themen wissenschaftlich zu hinterfragen. Eine optimale Übersicht über alle in den Werkstätten thematisierten Handlungsfelder der Sozialen Arbeit erhalten sie zum Ende des Semesters durch eine Abschlusspräsentation die durch Mitwirkung aller Kommiliton_innen zustande kommt.

Dirdana Weigel (Werkstatt „Migration & Rassismus“) über die Abschlusspräsentation:

Zunächst präsentierte die Werkstatt „Migration und Rassismus“ ihr Thema auf anschauliche Weise als kleines Theaterstück: An der Tür zum „Club Europa“ wurden die Wartenden in der Schlange von zwei fiesen Türstehern aufgrund von willkürlichen, nicht nachvollziehbaren Kriterien eingelassen oder auch nicht. Einige rhetorische Fragen wurden zum Schluss von den „Aussortierten“ ins Publikum geworfen, so z.B.: „wer entscheidet, ob ich reinkomme?“

Die Werkstatt „Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit“ präsentierte zwei Videos und ein live gespieltes Interview - gut gespielt, witzig und von hohem Unterhaltungswert. Es wurde deutlich, dass in diesem Arbeitsfeld viel Konfliktpotential besteht. Insgesamt entstand ein sehr anschaulicher Eindruck von dem, was Sozialarbeiter_innen unter Umständen in diesem Berufsfeld erwarten könnte.

In der Werkstatt „Jugendhilfe“ ging es u.a. um die Aufgabenbereiche des Jugendamtes. Zwei Student_innen spielten ein Ehepaar, welches sich wegen ihres Sohnes, der auffälliges Verhalten in der Schule zeigt, an das Jugendamt wendete. Die Mitarbeiter_innen des Jugendamtes stellten daraufhin auf der Bühne ihre Tätigkeitsbereiche vor, von denen die Zuschauer_innen so eine anschauliche Vorstellung bekamen.

Die Werkstatt „Wohnungslosenhilfe“ präsentierte ihr Thema auf ganz schlichte berührende Art und Weise. Ein Obdachloser sitzt neben leeren Flaschen mit hängendem Kopf auf der Bühne und hört Schmähungen und klischeehafte, beleidigende Rufe aus dem Publikum. Ein Passant beschimpft ihn ebenfalls. Der Obdachlose überredet ihn, fünf Minuten zu bleiben. Er erzählt seine Lebensgeschichte und widerlegt Klischees. Es wird deutlich, dass das Schicksal der Wohnungslosigkeit wirklich jede_n treffen kann. Der Passant entschuldigt sich.

In der Werkstatt „Straffälligenhilfe“ standen nacheinander mehrere Student_innen in verschiedenen Rollen straffällig gewordener Menschen im Publikum auf, gingen auf die Bühne und erzählten ihre Lebensgeschichte – so erfuhren die Zuschauer_innen vom Alltag der Gefangenen. Es waren sehr ergreifende Schicksale darunter, so z.B. eine Mutter, die ihr Kleinkind voraussichtlich ins Heim geben muss, wenn es das dritte Lebensjahr erreicht hat, während sie allein in Haft verbleiben muss. Außerdem wurde deutlich, wie oft Menschen wegen Bagatelldelikten (z.B. „Schwarzfahren“) Haftstrafen absitzen.

Die Werkstatt „Suchthilfe“ veranstaltete schließlich ein interaktives Onlinespiel mit den Zuschauer_innen: ein Quiz, bei dem alle Teilnehmenden zu jeder Frage vier verschiedene Antwortmöglichkeiten hatten. Es traten einige erstaunliche Tatsachen zutage, so z. B. dass Alkohol viel organschädigender ist als Heroin, oder dass in Deutschland weit über 2 Millionen Jugendliche in einem Haushalt mit mindestens einem alkoholabhängigen Elternteil leben.

Insgesamt war es eine sehr gelungene, unterhaltsame und informative Veranstaltung, die ihren krönenden Abschluss in einem von den Student_nnen selbst organisierten, leckeren Buffet fand!

Werkstattpräsentation Juli 2019

Fotos: Sandra Merseburger

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Prof. Dr. Aristi Born

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E-Mail steffens@eh-berlin.de

Rückblicke

Eindrücke vergangener Werkstattpräsentationen:

Januar 2019