Evangelische Fachhochschule Berlin

Forschung

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Zwischen Diversity-Konsum und der Angst vor den "Gefährlichen Klassen"

Forschungsthema

Zwischen Diversity-Konsum und der Angst vor den "Gefährlichen Klassen": Soziale Segregation in gentrifizierten Stadtteilen am Beispiel der Praxis der Ummeldung von Grundschulkindern

Projektleitung: Prof. Dr. Juliane Karakayali

Projektbeschreibung

Innerstädtische Wohnlagen gewinnen für die Mittelschichten zunehmend an Attraktivität – ein Prozess, der unter dem Schlagwort der Gentrifizierung bekannt ist. Als attraktiv werden von den „neuen BewohnerInnen“ durchaus auch die Diversität der „alteingesessenen“ BewohnerInnen dieser Stadtteile in Hinblick auf ihren sozialen und ethnischen Hintergrund eingeschätzt. Allerdings nur im Rahmen eines erwartbaren Kontaktes; bei intensiverem Kontakt, beispielsweise wenn es um die Einschulung der Kinder geht, wird diese Diversität von vielen der neu Zugezogenen als Bedrohung empfunden. Private Lösungsstrategien bestehen darin, sich in Einzugsgebiete von Schulen mit einem niedrigen Anteil von MigrantInnen und armen Kindern umzumelden oder die eigenen Kinder in vermeintlich (sozial und herkunfts-)homogenen Gruppen in einer Klasse anzumelden.

Forschungsziele

Das Forschungsprojektgeht der Frage nach, in welchem Verhältnis die Attraktivität einer diversifizierten Nachbarschaft und die Angst vor derselben stehen und welche Konstruktionen über die ethnisch und sozial „Anderen" von bildungsorientierten Gentrifiern vorgenommen werden.
Das Forschungsprojekt ist an der Schnittstelle von Rassismus- und Migrationsforschung sowie Stadtsoziologie und Forschung zu Sozialer Ungleich-heit angesiedelt.

Kooperationspartner

Dr. Birgit zur Nieden, sozialwissenschaftliche Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin

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Kontakt


Prof. Dr. Juliane Karakayali
Soziale Arbeit

Raum A 206
Telefon (030) 845 82 219
Fax (030) 845 82 217
E-Mail karakayali@eh-berlin.de