Evangelische Fachhochschule Berlin

Studium Generale

Sie befinden sich hier:

Studium Generale: Allgemein

Entstehung

Das Studium Generale ist Teil des besonderen Profils der Evangelischen Hochschule Berlin. In bewusster Anknüpfung an die Studienreformdebatte der Nachkriegszeit wurde das Studium Generale auf Betreiben einer studentischen Initiative im Wintersemester 1997/98 zusammen mit einigen Dozenten im festen Lehrangebot der Hochschule verankert. Ein wichtiger Anlass war damals die Einrichtung der Studiengänge Pflege/Pflegemanagement (heute: Pflegemanagement) und Evangelische Religionspädagogik neben dem bis dato einzigen Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik (heute: Soziale Arbeit). Ein Auseinanderfallen der Hochschule in so genannte Fachbereiche sollte verhindert werden. Ein weiterer Antriebspunkt war, zusammen mit Kommilitonen aus verschiedenen Studiengängen und Fachsemestern gemeinsam neue Lern- und Arbeitsformen zu entwickeln. Während die gängige seminaristische Arbeitsweise mit ihren spezialisierten Lehrangeboten die Integrationsleistung einseitig auf die Studenten abwälzte, sollte hier die gesellschaftliche Relevanz von Themen und Fragen im Vordergrund stehen.

Ziele

  1. Integration der verschiedenen Studiengänge der EHB
  2. Semester- und fächerübergreifendes Lernen im Themenbereich Mensch und Gesellschaft
  3. Synergieeffekte im wahlfreien Bereich
  4. Studentische Mitbestimmung und Mitverantwortung in der Lehre
  5. Erprobung neuer Lehr- und Lernformen
  6. Kompensation der Reduzierung sozial- und geisteswissenschaftlicher Anteile des Studiums
  7. Erwerb von Kompetenzen im Management erwachsenenpädagogischer Projekte

In Anlehnung an das Gutachten zur Hochschulreform aus dem Jahre 1948 soll das "Studium Generale" Studenten und damit den Wissenschaftlern von morgen ein Bild der Wissenschaft als Ganzer vermitteln und sie zu wahrhaft gebildeten, sozial und staatsbürgerlich denkenden Menschen erziehen, die im Bewusstsein der sittlichen, religiösen und ethischen Fundamente des gesellschaftlichen Zusammenlebens handeln. Denn "...ohne tiefe ethische Bindungen droht alles Menschenwerk und der Fortschritt der Wissenschaft in einer Hybris zu enden und der Selbstvernichtung preisgegeben zu sein" (Gutachten zur Hochschulreform 1948, S. 79).

Die Organisation des Studiums Generale wird von einer studentischen Initiativgruppe übernommen, die sowohl das Oberthema als auch die Arbeitsgruppenthemen auswählt und einzelne Referenten zu Vorträgen einlädt. Neben 12 Vorlesungen zu von Studenten gewünschten Themen wird die eigentliche Arbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen, die sich über ein Semester mit einer Fragestellung beschäftigen, geleistet. Die Arbeitsgruppen sind selbstorganisiert und haben jeweils einen Betreuungsdozenten als Berater und Teilnehmer.

Struktur und Arbeitsweise

Der Arbeitskreis Studium Generale (Initiativgruppe) tagt wöchentlich zwei Stunden und plant Oberthema, Arbeitsgruppen (Seminare) und Vorlesungen.
Koordinator Prof. Dr. Bodo Hildebrand betreut den Arbeitskreis.
Es gibt studentische Referenten für Finanzen, Abrechnung der Vorträge, Betreuung auswärtiger Referenten, PR-Arbeit (Plakate, Aushänge, Flyer, Pressearbeit), Betreuung des ersten Semesters, Protokolle und Dozentenkontakte.

Das Studium Generale umfasst 12 Vorlesungen und 6 Arbeitsgruppen pro Semester. Dieses Angebot wird z. T. durch zusätzliche Veranstaltungen ergänzt (z. B. Podiumsdiskussion – Zukunft der sozialen Arbeit, Podiumsdiskussion – Der Streit um den islamischen Religionsunterricht in Berlin).

Nach oben

Kontakt


Prof. Dr. Bodo Hildebrand
Studium Generale

Raum D 109
Telefon (030) 845 82 222
E-Mail hildebrand@eh-berlin.de