Evangelische Fachhochschule Berlin

Pressemeldung 19. März 2019

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Studierende bieten soziale Gruppenarbeit im Berliner und Brandenburger Justizvollzug an

„HaftFrei(e)Zeit – Hochschulprojekt Berlin-Brandenburg“ wird von Studierenden der Fachhochschule Potsdam und der Evangelischen Hochschule Berlin im Mai 2019 öffentlich präsentiert.

Das erstmals an zwei Hochschulen parallel betriebene Projekt führt aktuell in fünf Gefängnissen in Berlin und Brandenburg drei soziale und vier freizeitpädagogische Trainingskurse durch. Auf dem diesjährigen Potsdamer Tag der Wissenschaften, der im Mai 2019 auf dem Campus der Fachhochschule Potsdam (FHP) zu Gast ist, feiert das langjährige Hochschultransfer- und Präventionsprojekt diesen Höhepunkt und kämpft zugleich um Weiterfinanzierung.

Das seit 14 Jahren an der Fachhochschule Potsdam unter der Leitung von Susan Vogel laufende Projekt wurde von der Dozentin im Oktober 2018 auch an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) erfolgreich eingeführt. Insgesamt 24 Studierende des Bachelorstudiengangs der Sozialen Arbeit von FHP und EHB entwickelten im Wintersemester 2018/19 drei unterschiedliche zehnwöchige Kursprogramme.

Seit Mitte Januar 2019 leiten jeweils drei bzw. vier Studierende selbstständig die Haftgruppen im Berliner und Brandenburger Justizvollzug an. Die Kursangebote der FHP-Studierenden finden im geschlossenen Männervollzug (JVA Brandenburg an der Havel, JVA Plötzensee, JVA Tegel), darunter auch erstmals in einer sozialtherapeutischen Abteilung (JVA Brandenburg an der Havel), und wieder in der Berliner Einrichtung zum Vollzug der Sicherungsverwahrung statt. Die Kurse der EHB-Studierenden werden in der JVA für Frauen Berlin im geschlossenen Frauenvollzug am Standort Pankow und im geschlossenen Jugendvollzug am Standort Lichtenberg angeboten. Fünf der insgesamt sieben Kurse stehen kurz vor ihrem Abschluss, die anderen beiden Kurse haben später begonnen und laufen noch bis Anfang April 2019.

Im Sommersemester 2019 werden die Hochschulen unabhängig voneinander die durchgeführte Gruppenarbeit evaluieren. Außerdem präsentieren die Studierenden von FHP und EHB das innovative Projekt der interessierten Öffentlichkeit beim 7. Potsdamer Tag der Wissenschaften. Dieser findet am 11. Mai 2019 von 13 bis 20 Uhr auf dem Campus der FHP statt (Eintritt frei, weitere Infos unter www.ptdw.de). Der Fachöffentlichkeit soll das Hochschulprojekt beim 24. Deutschen Präventionstag, der am 20./21. Mai 2019 in Berlin stattfindet, vorgestellt werden.

Sowohl Hochschulen als auch Justizvollzug beider Länder haben großes Interesse an der Fortführung der erfolgreichen Praxiskooperation. Gleichwohl ist die Weiterfinanzierung des Projekts ab April 2020 gegenwärtig an beiden Hochschulen offen.

Referenzen

Justizvollzug des Landes Brandenburg:

  • Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben (2005-2012)
  • Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel (2005, 2019)

Justizvollzug des Landes Berlin:

  • Justizvollzugsanstalt für Frauen Berlin (2013, 2019)
  • Jugendstrafanstalt Berlin (seit 2014)
  • Justizvollzugsanstalt Heidering (2014)
  • Justizvollzugsanstalt Tegel (seit 2014)
  • Einrichtung zum Vollzug der Sicherungsverwahrung (seit 2016)
  • Justizvollzugsanstalt Plötzensee (2019)


                                    

 

 

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Gemeinsame Pressemeldung des Fachbereichs Sozial- und Bildungswissenschaften der Fachhochschule Potsdam (FHP) und der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB)

Logo: © Susan Vogel

Projektkontakt

Susan Vogel
Fachhochschule Potsdam
Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften
E-Mail susan.vogel@fh-potsdam.de
www.fh-potsdam.de/haftfreiezeit

 

 

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