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Studieren mit besserer Klimabilanz

Evangelische Hochschule Berlin nimmt EU-geförderte energetische Sanierung in Angriff
Projekt "EHB 3S - KlimaSchutz, UmweltSchutz, DenkmalSchutz" bewilligt

Die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) startet im Verlauf des Jahres 2018 ein Projekt zur energetischen Sanierung ihrer Gebäude auf dem Campus in Berlin-Zehlendorf. Das Vorhaben „EHB 3S – KlimaSchutz, UmweltSchutz, DenkmalSchutz“ wird im Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Berlin gefördert. Die Mittel der Europäischen Union ermöglichen es der Hochschule in Trägerschaft der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), den denkmalgeschützten Campus in Berlin-Zehlendorf zukunftsfest zu machen und dabei auch substanziell klimaschädliche Gase einzusparen. Mehrere Millionen Euro EU-Gelder und Landesmittel sowie kirchliche Eigenmittel sind für das Projekt vorgesehen, das eine geplante Laufzeit bis November 2020 hat.     

 „Mit der energetischen Sanierung wird unser 'grüner Campus im Süden Berlins' auch ökologisch  und ökonomisch zeitgemäß“, sagt Prof. Dr. Anusheh Rafi, Rektor der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB). „Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen mit unserer Trägerin, der EKBO, die Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gewinnen konnten. Die EHB blickt als Bildungsinstitution auf eine seit 1904 bestehende Ausbildungstradition im Sozial- und Pflegebereich zurück. Für unsere Hochschule ist dieses Projekt eine große Chance, um weiterhin als Bildungs- und Forschungseinrichtung zukunftsfähig zu bleiben.“

In den kommenden Jahren wird mit diesem infrastrukturellen EU-Projekt das denkmalgeschützte Ensemble mit behutsamen Maßnahmen energetisch saniert. Die ursprüngliche Anmutung des Campus mit den in einem parkartigen Gelände errichteten Gebäuden bleibt dabei vollständig erhalten. Das denkmalgeschützte Ensemble wurde Ende der 1950er Jahre im Stil der Neuen Sachlichkeit von dem Berliner Architekten und Universitätsprofessor Peter Lehrecke, einem der führenden Vertreter des evangelischen Kirchenbaus, bereits als Hochschulstandort geplant und bis zur Wende von der Kirchlichen Hochschule Berlin als Studienort genutzt. Seit 2002 ist es der Hochschulstandort der EHB.

Baulich besticht der mehrteilige Komplex in Flachbauweise durch seine großen Glasfassaden und die helle Verklinkerung. Dahinter stand das vom Architekten seinerzeit geplante offene „Innen/Außenraum-Konzept“ des Haupt- und Bibliotheksgebäudes: Die Verbindunggänge einzelner Bauteile sind dort im rhythmischen Wechsel von massiver geschlossener Mauer und transparenter Glaswand gestaltet; zwischen den einzelnen verglasten Pavillons befinden sich offene Atriumhöfe. Doch fast sechzig Jahre nach Erbauung entsprechen Energiebilanz und bauliche Substanz den heutigen Anforderungen nicht mehr. Das geplante Sanierungsprojekt wird daher den Gebäudekomplex sowie die weiteren Häuser des Ensembles für den Hochschulbetrieb – als ein herausragendes Beispiel öffentlicher und denkmalgeschützter Architektur der EKBO – auf innovative Weise an die heutigen Bedürfnisse und Anforderungen anpassen. Es ist Teil des Umwelt- und Klimaschutzkonzeptes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

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