EHB unterzeichnet Memorandum mit ukraninischer Universität in Poltava

Die Evangelische Hochschule Berlin und die Poltava V.G. Korolenko National Pedagogical University (PNPU) haben in einem Memorandum ihre zukünftige Zusammenarbeit vereinbart. Ende Oktober unterzeichnete der Rektor Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner das Papier in Anwesenheit der Referentin für Internationales, Tanja Reith. Weiterhin bereitet die EHB einen Folgeantrag im Rahmen des DAAD-Ukraine-digital-Programms vor.

Unterzeichnung des Memorandums of Understanding: Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner, Rektor der EHB, und Tanja Reith, Referentin für Internationales.
© EHB
Unterzeichnung des Memorandums of Understanding: Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner, Rektor der EHB, und Tanja Reith, Referentin für Internationales.

Der Kontakt zur Poltawer Hochschule entstand während einer Forschungsreise von Dr. Anke Dreier-Horning, Professorin für Pädagogik, die im November 2021 Kollegen an der Poltawer Hochschule besuchte. An der Poltawer Hochschule gibt es ein Forschungsinstitut, das sich mit dem Leben und Werk des ukrainischen Pädagogen Anton S. Makarenko beschäftigt. Nach dem Besuch folgten mehrere Online-Fachtage, an denen sich Makarenkoforschende der EHB, der Hochschule in Poltawa und von anderen universitären Einrichtungen austauschten. Es gründete sich ein Makarenko-Kolloquium am Deutschen Institut für Heimerziehungsforschung, An-Institut der EHB, das die deutsche Makarenkoforschung in Kooperation mit der ukrainischen Hochschule in Poltawa wiederbeleben möchte.

"Ich freue mich sehr, dass wir zukünftig mit der Poltava V.G. Korolenko National Pedagogical University zusammenarbeiten und unseren inhaltlichen Austausch noch im Wintersemester starten werden", sagte der Rektor der EHB, Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner. "Nach der Unterzeichnung einer Kooperation mit der Lesya Ukrainka Volyn National University im Juni diesen Jahres ist es die zweite Kooperation der EHB mit einer Hochschule in der Ukraine. Die Kolleg:innen und Studierenden dort benötigen fortwährend unsere Unterstützung und Solidarität, nicht zuletzt vor dem Hintergrund erneuter Kampfhandlungen in dem Gebiet."

Im Rahmen des Förderprogramms "Ukraine digital" des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) zur Unterstützung digitaler Strukturen der ukrainischen Universität in Kriegszeiten bot sich die Gelegenheit einer Vertiefung der Kooperation. Im November 2022 findet eine digitale deutsch-ukrainische Ringvorlesung für Studierende der Poltawer Hochschule statt, die von Mitgliedern des Makarenko-Kolloquiums, von Kolleg:innen der EHB und der Poltawer Hochschule gemeinsam ausgerichtet wird. Es finden Vorträge zur Pädagogik und Rezeption Makarenkos in Deutschland und der Ukraine statt.

Doch nicht nur auf dem Gebiet der Lehre und der Forschung ergaben sich in den vergangenen Monate Formen der Zusammenarbeit und des Austausches. Im Sommersemester sammelten Studierende der EHB Spenden, um ukrainische Geflüchtete aus den besetzten Gebieten, die in den Wohnheimen der Poltawer Hochschule untergebracht sind, finanziell zu unterstützen.

Aktuell wird von Tanja Reith, Professorin Dr. Alla Koval und Professorin Dr. Anke Dreier-Horning ein Folgeantrag im Rahmen des DAAD Ukraine-digital Programms vorbereitet. Prof. Dr. Anke Dreier-Horning hofft auf eine langfristige Kooperation mit der ukrainischen Hochschule in Poltawa und unterstreicht noch einmal die Bedeutung des Memorandums in Kriegszeiten: "Es ist nicht zu unterschätzen, wie wichtig eine solche Kooperation für die ukrainischen Kolleg:innen ist. Es geht um weitaus mehr, als um eine formale Form der Zusammenarbeit. Das Memorandum signalisiert den Kolleg:innen: Wir planen mit euch, wir stehen an eurer Seite und für die Ukraine wird es eine Zukunft geben, an der wir heute schon arbeiten."

Foto unten (v.l.n.r:) Prof. Dr. Andrej Tkachenko (Hochschule Poltawa), Prof. Dr. Anke Dreier-Horning (EHB), Dr. Katharina Buck (Goethe-Institut Ukraine) Professor Dr. Vladimir Morgun (Hochschule Poltawa) auf dem Gelände der ehemaligen Gorki-Kolonie, die von Makarenko vor 100 Jahren geleitet wurde, November 2021.

Gruppenfoto vor dem Makarenko-Denkmal, Poltava
© Foto: privat
Gruppenfoto vor dem Makarenko-Denkmal, Poltava

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