Nachruf

Trauer um Frau Prof. Dr. Marianne Meinhold

Die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) trauert um ihre geschätzte Kollegin und ehemalige Rektorin Frau Prof. Dr. Marianne Meinhold, geboren am 9. November 1941 | gestorben am 24. Januar 2021. Sie verstarb nach Krankheit in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2021.

Frau Prof. Dr. Meinhold übernahm als gewählte Rektorin (1. April 1997 bis 30. März 2002) die Leitung der Evangelischen Fachhochschule Berlin (EFB) in einer hochschulpolitisch turbulenten Zeit der Umbrüche am Standort „Reichensteiner Weg“.

Die neuen Herausforderungen gestaltete sie von Anfang an bis zum Ende mit voller Energie und persönlichem Einsatz erfolgreich zum Wohle der Hochschule. Sie richtete die EFB als Spezialdienstleister für soziale, gesundheitliche, religions- und gemeindepädagogische Aufgaben aus und positionierte sie im sich veränderten Berliner Hochschulwesen der 1990er Jahre.

Als Psychologin und Organisationsberaterin gelang es ihr sehr schnell, andere Menschen zu überzeugen, zu begeistern und als „prima inter pares“ mitzunehmen. Ihre Erfolge als Rektorin waren für die Hochschule Meilensteine der Hochschulentwicklung, die bis heute Bestand haben. Sie etablierte neue Studiengänge und Spezialisierungen, öffnete die EFB für Zusammenarbeiten mit anderen Berliner Hochschulen, förderte die Kooperationen mit ausländischen Universitäten und Hochschulen und führte im Zuge der stark zunehmenden Studierendenzahlen die rasch wachsende Hochschule am neuen Standort „Teltower Damm 118-122“ zusammen. Diese Herausforderung geschah im laufenden Lehrbetrieb. Besonders hervorzuheben ist der Studiengang „Master of Social Work – Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession“, den Frau Prof. Dr. Meinhold in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin mitgründete und sich dort viele Jahre aktiv einbrachte. Mehrere Lehraufträge führten sie an andere Hochschulen in der Bundesrepublik und an die Wirtschaftsuniversität Wien. Auch die durch die Wiedervereinigung bedingte Zusammenführung der ehemals sich in Potsdam und parallel in West-Berlin befindenden Ausbildungsstätten der Evangelischen Kirche zum neuen Diplom-Studiengang „Evangelische Religions- und Gemeindepädagogik“ gelang ihr souverän. Die in ihrer Amtszeit neugegründeten An-Institute trugen zu einer schnellen Vernetzung und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der EFB bei. In neu gegründeten Kommissionen wie beispielsweise der Entwicklungskommission arbeiteten zunehmend mehr Kolleg*innen mit und es bildete sich ein positiver Geist des kollegialen Zusammenhaltes und der Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit von Kolleg*innen unterschiedlicher Studiengänge und auch externer Institute heraus. Eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kuratorium und mit der unterstützenden Trägerkirche war dabei hilfreich. Ehrenamtlich engagierte sie sich u.a. als Mitglied im diakonischen Rat der Diakonie und in anderen kirchlichen Gremien. Als Kollegin hoch geschätzt konnte sie 2006 in den Ruhestand wechseln, arbeitete jedoch darüber hinaus weiterhin viele Jahre professionsnah ehrenamtlich weiter.

Unvergessen bleibt sie uns allen als sehr kompetente und engagierte Hochschulmanagerin, als Kollegin und Fachfrau mit wegweisenden Veröffentlichungen sowie als Mensch, der immer ein offenes Ohr für Anliegen der Studierenden und aller Kolleg*innen hatte. Die Angehörigen der Evangelischen Hochschule Berlin trauern um sie und verneigen sich vor ihr in Dankbarkeit.

Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner, Rektor | Prof. Dr. Michael Komorek, Prorektor | Andreas Flegl, Kanzler            

 

Sibylle Baluschek, M. A.

PositionReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stabsstelle

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SprechzeitenMontag bis Donnerstag

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