#OrangeTheWorld

Lila Fahne gehisst: EHB setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen*

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, am 25. November 2025, setzte die Evangelische Hochschule Berlin erneut ein sichtbares Zeichen. Um 11.30 Uhr wurde am Fahnenmast der EHB die lila Fahne gehisst – sie wird dort, am Eingang zum Campus, die nächsten Wochen wehen.

Versammlung zum Internationalen Tag gegen Frauengewalt 2025 am Fahnenmast der EHB
Versammlung zum Internationalen Tag gegen Frauengewalt 2025 am Fahnenmast der EHB

Fahnenaktion an der EHB zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“

Zum fünften Mal in Folge hat die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) am 25. November die lila Aktionsfahne zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ gehisst. Zahlreiche Studierende sowie Mitarbeitende folgten der Einladung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Dr. Dagmar Kubanski, um gemeinsam ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit von Gewalt betroffenen Frauen* und Mädchen zu setzen. Die Fahne wird in den kommenden Wochen auf dem Campus wehen.

In ihrer Ansprache hob Dr. Kubanski die Notwendigkeit konsequenter Schutzmaßnahmen im Hochschulalltag hervor. Vor allem Studierende seien aufgrund bestehender Hierarchien besonders vulnerabel und auf ein sicheres Umfeld angewiesen. Gleichzeitig betonte sie, wie wichtig eine aktive Beteiligung aller Hochschulangehörigen im Rahmen des laufenden Schutzkonzeptes sei:

„Wir können Schutz nur dort wirksam verbessern, wo wir hinsehen, zuhören und handeln. Jede Teilnahme an der Umfrage hilft uns, konkrete Risiken an der Hochschule zu erkennen und Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.“

Gemeinsam mit Gitta Barke, Studierende und langjährige Peer-Beraterin, rief sie dazu auf, an der derzeit laufenden Online-Umfrage im Rahmen der zweiten Potenzial- und Risikoanalyse teilzunehmen.

Die studentische Vertretung des Gleichstellungsrats und Ansprechperson gegen sexualisierte Gewalt, Natascha Espenlaub, problematisierte in ihrem Beitrag die bislang lückenhafte Umsetzung der Istanbul-Konvention. Besonders der Austritt der Türkei aus dem Abkommen sei ein fatales Signal für alle, die Frauenrechte in Frage stellen. Sie verwies auf die Bedeutung umfassender Schutzstrukturen und rief zur Teilnahme an der Kundgebung „Lasst uns (gewaltfrei) leben!“ am Nachmittag vor dem Brandeburger Tor auf.

Dorit Schüler, studentische Mitarbeiterin des Gleichstellungsrats und ebenfalls Ansprechperson gegen sexualisierte Gewalt, beleuchtete den aktuell erstarkenden rechten Antifeminismus. Traditionelle Rollenbilder und frauenfeindliche Einstellungen seien gesellschaftlich zunehmend präsent und würden von rechts-autoritären Kräften verstärkt genutzt, um politische Mobilisierung zu betreiben. Sie appellierte an alle Anwesenden, sich diesem gesellschaftlichen Backlash entschieden entgegenzustellen – sowohl durch gemeinsame Aktionen wie das Hissen der Fahne als auch im täglichen Miteinander.

Zum Abschluss machte Madeleine Hampel, Mitarbeiterin des Gleichstellungsrats, das Ausmaß der alltäglichen Angst vor Übergriffen deutlich, die viele Frauen begleitet. Sie betonte die Verantwortung aller – insbesondere auch der anwesenden Männer –, nicht wegzuschauen, sondern aktiv einzuschreiten. Männer seien unverzichtbare Verbündete im Einsatz gegen Gewalt an Frauen*.

Mit der jährlichen Fahnenaktion und der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihres Schutzkonzepts setzt die EHB ein deutliches Zeichen für eine Hochschule, in der alle frei und sicher lernen und arbeiten können.

Unser Zeichen gegen Gewalt an Frauen*: Eindrücke von der Veranstaltung am 15. November 2025

Publikum verfolgt die Ansprachen der Organisatorinnen
© EHB. Foto: PÖA
Publikum verfolgt die Ansprachen der Organisatorinnen
Dr. Dagmar Kubanski bei der Begrüßung der Telnehmenden
© EHB. Foto: PÖA
Dr. Dagmar Kubanski bei der Begrüßung der Telnehmenden
Natascha Espenlaub, studentische Vertretung des Gleichstellungsrats und Ansprechperson gegen sexualisierte Gewalt, bei ihrer Rede
© EHB. Foto: PÖA
Natascha Espenlaub, studentische Vertretung des Gleichstellungsrats und Ansprechperson gegen sexualisierte Gewalt, bei ihrer Rede
Gitte Barke (mit Mikrofon), Studierende und Peer-Beraterin an der EHB, bei ihrer Ansprache
© EHB. Foto: PÖA
Gitte Barke (mit Mikrofon), Studierende und Peer-Beraterin an der EHB, bei ihrer Ansprache
Dorit Schüler, studentische Mitarbeiterin im Gleichstellungsrat und Ansprechperson gegen sexualisierte Gewalt, bei ihrer Rede
© EHB. Foto PÖA
Dorit Schüler, studentische Mitarbeiterin im Gleichstellungsrat und Ansprechperson gegen sexualisierte Gewalt, bei ihrer Rede
Madeleine Hampel (rechts), Mitglied des Gleichstellungsrates, bei ihrer Rede
© EHB. Foto: PÖA
Madeleine Hampel (rechts), Mitglied des Gleichstellungsrates, bei ihrer Rede
Team der Frauen- und Gleichstellungsbeauftagten, Dr. Dagmar Kubanski (Mitte)
© EHB. Foto: PÖA
Team der Frauen- und Gleichstellungsbeauftagten, Dr. Dagmar Kubanski (Mitte)
Versammlung zum Internationalen Tag gegen Frauengewalt 2025 am Fahnenmast der EHB
© EHB. Foto: PÖA
Versammlung zum Internationalen Tag gegen Frauengewalt 2025 am Fahnenmast der EHB

Dr. phil. Dagmar Kubanski

Position Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Telefon +49 (0) 30 845 82 237

E-Mail dagmar.kubanski@eh-berlin.de

Ort/Büro A 110, A-Gebäude

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Sibylle Baluschek, M.A.

Position Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stabsstelle

Telefon +49 (0) 30 845 82 262

E-Mail sibylle.baluschek@eh-berlin.de

Ort/Büro A 109, A-Gebäude

Sprechzeiten Montag bis Donnerstag ganztägig

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