Anhörung im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung zur Situation und Perspektiven konfessioneller Hochschulen: Zukunft weiter ungewiss?
Das Berliner Abgeordnetenhaus berät am 15. Dezember über die zukünftige Finanzierung der kirchlichen Hochschulen. Die Anhörung ist entscheidend für die Sicherung von Qualität, Planungssicherheit und verlässlichen Studienangeboten in Sozial-, Gesundheits- und Bildungsberufen (SAGE-Bereich). Eine hochschulübergreifende Demonstration begleitet die Sitzung.
Am kommenden Montag, 15. Dezember 2025, findet auf Antrag der Partei “Die Linke” um 9.30 Uhr im Berliner Abgeordnetenhaus eine zentrale Anhörung zur Finanzierung der kirchlichen Hochschulen statt. Im Fokus steht die Entscheidung über den Doppelhaushalt 2026/2027 und damit die zukünftige finanzielle Grundlage der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) und der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).
Für die EHB wird Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner, Präsident der Evangelischen Hochschule Berlin, an der Anhörung teilnehmen. Die KHSB wird durch ihre Präsidentin, Prof.in Dr. Gabriele Kuhn-Zuber, vertreten.
Finanzierung weiterhin ungeklärt
Hintergrund ist die nach wie vor offene Finanzierungsperspektive beider konfessioneller Hochschulen im Land Berlin. Anders als staatliche Hochschulen verfügen EHB und KHSB über keine Hochschulverträge, was ihre Planungssicherheit massiv beeinträchtigt und die Gefahr erheblicher Mittelkürzungen birgt.
Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner, Präsident der EHB: „Unsere kirchlichen Hochschulen leisten seit Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit für Berlin. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, gefährdet das ganz konkret die Ausbildung im SAGE-Bereich. Wir erwarten, dass das Land Berlin Verantwortung übernimmt und eine nachhaltige Finanzierung sicherstellt.“
Demonstration aller Hochschulangehörigen
Die Anhörung wird begleitet von einer breiten Demonstration, an der Hochschulangehörige aller Statusgruppen beider Einrichtungen teilnehmen. Vor Beginn der Plenarsitzung wollen Studierende, Lehrende und Mitarbeitende die eintreffenden Abgeordneten auf die möglichen Folgen unzureichender Finanzierung aufmerksam machen – insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte in Sozialer Arbeit, Gesundheit und Bildung.
Bereits am 20. November 2025 hatten Angehörige der EHB vor dem Abgeordnetenhaus gegen die drohenden massiven Kürzungen protestiert. Die Resonanz machte deutlich, wie sehr die Zukunft der beiden Hochschulen auch gesamtgesellschaftlich relevant ist.
Sibylle Baluschek, M.A.
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