Modellprojekt Berliner Koordinierungsstelle

Zei junge Männer balancieren über einen Dachfirst aufeinander zu.
© Quitmen de Graaf, Unsplash

Evaluation des Modellprojektes Berliner Koordinierungsstelle zur Entwicklung flexibler Hilfesettings für Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf

Forschungsthema

Mit der Evaluation der Berliner Koordinierungsstelle wird der gesamtstädtische Bedarf, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteur*innen und die Wirkung auf die jungen Menschen ausgewertet.

Projektleitung

Prof. Dr. Wunsch unter Mitarbeit von Prof. Dr. Schwabe, Prof. Dr. Bergschmidt, Prof. Dr. Hinken

Studentische Mitarbeiter*innen:

Andeas Flotow, Rebecca Kronsteiner, Lea Thomes

Laufzeit:

29. Februar 2020 bis 15. Dezember 2020

Finanziert durch:

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Projektbeschreibung

Um junge Menschen, die dazu neigen das Hilfesystem zu „sprengen“, besser halten zu können, wurde eine „Koordinierungsstelle zur Entwicklung flexibler Hilfesettings für Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf“ eröffnet, eine Art Beratungs- und Vermittlungsstelle zwischen Jugendamt, freien Trägern und Adressat*innen. Die Idee ist, dass durch Beratung die bestehende Unterstützungssysteme flexibilisiert und mit weiteren Ressourcen ausgestattet werden können. Damit kann eine Betreuung des Falls mit neuen Kräften fortgesetzt oder ein neues Setting kreiert werden, welches idealerweise besser zu den Hilfebedarfen und den unterschiedlichen Erwartungen der verschiedenen Akteur*innen passt.

Für die Evaluation der Koordinierungsstelle wertet das Forschungsteam quantitative Daten aus, führt teilnehmende Beobachtungen und Interviews mit Jugendlichen, weiteren Adressat*innen und Helfer*innen durch und analysiert die Akten der jungen Menschen. Das erhobene Material entlang der Fragen, welche Arbeitsstruktur dem Prozess dienlich ist und welche förderlichen und hinderliche Faktoren in die Lösungsfindung einspielen, ausgewertet. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Partizipation der Adressat*innen gelegt und auf die Frage, wie eine Kooperation zwischen den unterschiedliches System gut gelingt. Wichtig ist dem Forschungsteam dabei ein wertschätzender Blick und eine Prozessoffenheit, denn besonders bei „schwierigen“ Jugendlichen gilt „am Einzelfall orientierte Spielregeln zu erfinden“ (Baumann & Gravelmann, 2010, S.9).

Prof. Dr. Robert Wunsch

PositionProfessur für Soziale Arbeit, Schwerpunkt Erziehungshilfen

Telefon +49 (0)30 845 82 256

E-Mail r.wunsch@eh-berlin.de

Ort/BüroA 218, A-Gebäude

Sprechzeitennach Vereinbarung

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