Evangelische Fachhochschule Berlin

Forschung

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Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien.

Forschungsthema

Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien. Eine Untersuchung zu Ressourcen und Belastungen

Projektleitung: Prof. Dr. Olivia Dibelius, Studiengang Pflegemanagment, EHB

Projektsteuerung

Das Projekt wird von Prof. Dr. Olivia Dibelius (Studiengang Pflegemanagement, EHB), Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin (Studiengang Bachelor of Nursing, EHB) und von Prof. Dr. Gudrun Piechotta-Henze (Studiengang Gesundheits- und Pflegemanagement & Management und Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen, ASH) durchgeführt und ist am Institut für Innovation und Beratung an der Evangelischen Hochschule Berlin e.V. angesiedelt. Zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Diplom-Pflegewirtin Yve Weidlich und Dilek Yalniz (Gesundheits- und Pflegemanagement, B. A.) unterstützen die Projektdurchführung.

Kooperierende Einrichtungen

  • Alzheimer Gesellschaft Berlin
  • Diakonisches Werk, UPD
  • AWO
  • Charité
  • aliacare Pflegedienst
  • Kamiltagespflege
  • Pflegedienst Generation
  • Deutsch Türkischer Pflegedienst

Problemstellung

Demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten sind dem Dreifachrisiko Alter, Demenz und Migration ausgesetzt. Auch ihre pflegenden Angehörigen sind überdurchschnittlich belastet. Migrationsbedingte Hürden wie z.B. mangelnde Deutschkenntnisse verhindern häufig den Zugang zu den Regelleistungen des deutschen Gesundheitssystems. Damit sind sie häufiger von frühzeitiger Pflegebedürftigkeit, sozialer Isolation und Verarmung betroffen. Obwohl es zunehmend Beratungsstellen für demenziell erkrankte Menschen gibt, mangelt es an Angeboten für diese spezielle Personengruppe. Insofern muss nach wie vor die Versorgungslage dieser signifikant wachsenden Personengruppe als sehr prekär eingestuft werden. Bezeichnend ist ebenso, dass es keine repräsentativen Untersuchungen zu der Anzahl und Versorgungssituation von demenziell erkrankten Menschen mit Migrationshintergrund gibt.

Zielsetzung

  • Erschließung der Lebenswelt demenziell erkrankter Migrant(inn)en türkischer Herkunft
  • Ist-Analyse der Informations- und Beratungsangebote in Berlin
  • Netzwerkbildung der Hochschullehrenden mit Praxisvertreter/-innen
  • Einschätzung des Belastungsgrades von pflegenden Angehörigen
  • Entlastungsangebote für Angehörige durch Beratung, niedrigschwellige Leistungen und Schulungen
  • Schulung von professionellen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen
  • Enttabuisierung der Erkrankung ‚Demenz’ durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit

Arbeitsschritte im Forschungsprojekt

  • Dokumentenanalyse (Schulungs- und Beratungsangebote, Broschüren, Lehrfilme, Flyer, türkischsprachige Internetauftritte, Radio und Fernsehen)
  • problemzentrierte Interviews mit Angehörigen und Erkrankten: Bemessung
    des Belastungsgrades der Angehörigen mittels BIZA-D (Leander)
  • Einzelfallanalysen von betroffenen Familien
  • Experteninterviews
  • Analysen von Beratungssituationen mittels teilnehmender Beobachtung
  • Fachtagung/Fachpublikation

Finanzierung

Finanziert wird das Forschungsprojekt von einem anonymen Spender und von der AOK-NORDOST.

Dauer

Das Projekt hat im Dezember 2011 begonnen und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

 


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Kontakt

Prof. Dr. Olivia Dibelius
Pflegemanagement

Raum D 210
Telefon (030) 845 82 283
Fax (030) 845 82 217
E-Mail dibelius@eh-berlin.de