Hochschule - Tagungen

Tagungsmotiv Fachtagung Sozial-, Jugend- und Gesundheitsfürsorge in der DDR

Fachtagung Sozial-, Jugend- und Gesundheitsfürsorge in der DDR

Tagung der AG Geschichte der Sozialpädagogik/Sozialarbeit

Wie wurden soziale Fürsorge, Jugendhilfe und Gesundheitsfürsorge in der DDR organisiert? Welche Institutionen und Akteur:innen waren verantwortlich, welche Handlungskonzepte und Methoden prägten die Praxis und wie veränderten sich diese im Laufe der Zeit?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Tagung „Sozial-, Jugend- und Gesundheitsfürsorge in der DDR“, die vom 20. bis 22. Mai 2027 an der Evangelischen Hochschule Berlin stattfindet.

Eine eigenständige Soziale Arbeit, wie sie sich in der Bundesrepublik entwickelte, gab es in der DDR nicht. Gleichwohl bestanden vielfältige institutionelle und gesellschaftliche Formen der Fürsorge. Die Tagung nimmt diese in den Blick und untersucht ihre Organisationsformen, Handlungskonzepte, Methoden und Veränderungsprozesse sowie die wissenschaftliche Forschung zu den jeweiligen Handlungsfeldern.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

  • Jugendhilfe: Kindergärten, Jugendämter/Referate Jugendhilfe, Heime, Horte, Jugendhilfekommissionen, Jugendorganisationen, Ferienlager und -freizeiten
  • Familienhilfe: Mutter-Kind-Heime, Mütterberatungsstellen, Mutter-Kind-Kurheime, Kinderkurheime
  • Altenhilfe: Betreuung in Einrichtungen, Gerontologie
  • Sucht- und Straffälligenhilfe: Beratung, Resozialisierung, „Asozialenparagraf“
  • Sozialpsychiatrie: Betreuung psychisch kranker Menschen, „Rodewischer Thesen“
  • (Arbeits-)Migration, Asyl und Integration
  • Volksbildung: Kindergarten, Hort, Heim, Pionierleitung
  • Gesundheitsfürsorge: Krippe, Wochenkrippe, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Gemeinwesenarbeit, insbesondere im kirchlichen Bereich
  • Betriebsferienheime und Gewerkschaftsarbeit
  • Soziale Bewegungen: Umwelt- und Frauenbewegung und ihr Einfluss auf die genannten Handlungsfelder, insbesondere in den 1980er Jahren

Call for Papers

Nachwuchswissenschaftler:innen sind ausdrücklich eingeladen, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen.
Gesucht werden Beiträge, die sich mit der Geschichte der Sozial-, Jugend- und Gesundheitsfürsorge in der DDR auseinandersetzen und dabei insbesondere Organisation, Institutionen, Handlungskonzepte, Methoden, Akteur:innen oder Veränderungsprozesse untersuchen.

Die Vorträge sollen 30 Minuten nicht überschreiten. Im Anschluss an die Tagung ist eine Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband geplant.
Einreichung: Vorschläge für Tagungsbeiträge können bis zum 15. Dezember 2026 eingereicht werden. 
Bitte senden Sie eine Themenskizze von maximal 400 Wörtern einschließlich einer Kurzvita an: E-Mail (externer Link)
 

Forschungswerkstatt „Historische Soziale Arbeit“

Im Rahmen der Tagung findet eine Forschungswerkstatt für Promovierende und Wissenschaftler:innen in der Qualifizierungsphase statt. Sie bietet Raum, eigene Arbeiten und Forschungsideen im kollegialen Austausch mit historisch Forschenden und Interessierten aus der Sozialen Arbeit zu diskutieren.

Die Forschungswerkstatt richtet sich insbesondere an Doktorand:innen, die zur Geschichte der Sozialen Arbeit forschen und für ihre Themen nur selten geeignete fachübergreifende Austauschmöglichkeiten finden.

Wer ein Thema einbringen oder in den Verteiler zur Forschungswerkstatt aufgenommen werden möchte, wendet sich an Stephan Dorf (E-Mail, externer Link) oder Melanie Werner (E-Mail, externer Link).

Zum Diskutieren und Mitdenken sind alle Tagungsteilnehmer:innen herzlich eingeladen. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Organisation 

  • Prof.in Dr. Anke Dreier-Horning, Evangelische Hochschule Berlin (EHB)
  • Prof.in Dr. Esther Lehnert, Alice-Salomon-Hochschule Berlin (ASH)
  • Dr.in des. Cornelia Müller, Hochschule Zittau-Görlitz
  • Prof.in Dr. Carola Kuhlmann (i.R.), Evangelische Hochschule Bochum
  • Prof.in Dr. Diana Franke-Meyer, Evangelische Hochschule Bochum
  • Prof.in Dr. Birgit Bütow (i.R.), Universität Salzburg

Programm und Anmeldung

Das Programm wird ab Mitte Januar 2027 auf dieser Website veröffentlicht.

Anmeldungen sind ab sofort unter folgendem Link (siehe unten) möglich

© Prof. Dr. Anke Dreier-Horning

Prof. Dr. Anke Dreier-Horning

Position Professorin für Pädagogik in der Sozialen Arbeit | Studiengangsleitung: Bachelorstudiengang Soziale Arbeit

Telefon +49 (0) 30 845 82 254

E-Mail anke.dreier-horning@eh-berlin.de

Büro Büro D 208, D-Gebäude

Sprechzeiten https://www.dih-berlin.de/mitarbeiter-des-instituts

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