Evangelische Fachhochschule Berlin

Anpassungslehrgang für Hebammen aus Drittstaaten

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Anpassungslehrgang für Hebammen aus Drittstaaten

Sie haben einen im Ausland erworbenen Abschluss als Hebamme, der in Deutschland nicht ohne Auflagen anerkannt wird? Sie möchten als Hebamme arbeiten und die volle Anerkennung erhalten?

Im Anpassungslehrgang für zugewanderte Hebammen können Sie sich qualifizieren und die Anerkennung Ihres Berufsabschlusses erreichen. Innerhalb von 12 Monaten in Vollzeit können Sie Ihr Wissen in den Bereichen Schwangerschaftsbegleitung, Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung und Stillberatung festigen und Ihre Kompetenzen erweitern. Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs erhalten Sie auf Antrag beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Hebamme". 

Das Ziel des Lehrgangs ist es, die Teilnehmenden so zu qualifizieren, dass sie den Beruf der Hebamme im stationären und ambulanten Versorgungsbereich sicher und selbständig ausführen können.   

Teilnahmevoraussetzungen

  • Abschluss als Hebamme oder Entbindungspfleger
  • Sprachzertifikat für Deutsch Niveau B2 (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen – GER)
  • Gesundheitliche Eignung
  • Feststellungsbescheid und Zulassung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin bzw. der zuständigen Behörde hinsichtlich des Antrags auf Erteilung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Hebamme“

Lehrgangsinhalte

 

Theoretische Lerninhalte an der EHB

Die theoretischen Inhalte orientieren sich an der aktuellen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger (HebAPrV) und berücksichtigen gleichzeitig die seit 01.01.2020 geltenden Anforderungen des Hebammenreformgesetzes (HebRefG).

Der theoretische Unterricht erfolgt in Blockwochen an der Evangelischen Hochschule (EHB). Er beinhaltet Lehrveranstaltungen zu ausgewählten Fragen der Hebammenarbeit und erfolgt unter Anwendung moderner Lernformen und -medien. Dadurch sollen insbesondere die sozialen, kommunikativen und interkulturellen Kompetenzen der Teilnehmenden gefördert werden. In Ergänzung zum theoretischen Unterricht sind praktische Übungssequenzen im Skills Lab vorgesehen.

Während des gesamten Anpassungslehrgangs findet ein gezieltes berufsbezogenes Sprachtraining statt, das für die Informationsübermittlung und schriftliche Dokumentation im Arbeitsalltag qualifizieren soll.

 

Praktische Lehrgangsphasen

Die praktischen Lehrgangsphasen erfolgen in Berliner Geburtskliniken sowie im ambulanten Sektor bei freiberuflich tätigen Hebammen, in Hebammengeleiteten Einrichtungen und Geburtshäusern. Während der praktischen Einsätze werden die Teilnehmenden von Praxisanleiter*innen begleitet. Die praktischen Einsätze werden in Kooperation mit den Berliner Hebammenschulen durchgeführt.

Termine und Kosten

Der Anpassungslehrgang startet voraussichtlich jährlich im Oktober und dauert 12 Monate. Der theoretische Unterricht sowie die praktischen Lehrgangsphasen erfolgen in Vollzeit. Die Teilnehmenden werden im 3-Schicht-System (Früh-, Spät- und Nachtdienst) in den kooperierenden geburtshilflichen Einrichtungen eingesetzt. Während des Lehrgangs sind 6 Wochen Urlaub geplant. Die Fehlzeiten dürfen maximal 20 % der Gesamtstundenzahl betragen. Werden diese überschritten, kann der erfolgreiche Abschluss nicht bescheinigt werden.
Der Lehrgang wird vollständig aus Mitteln des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung" des IQ Netzwerks Berlin finanziert. Für die Teilnehmenden ist der Lehrgang deshalb kostenlos.

Kooperierende Einrichtungen

Hebammenschulen

  • Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH am St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof, Fachbereich Hebammen
  • BBG Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe gGmbH, Fachbereich Hebammen

Geburtshilfliche Einrichtungen

  • Charité Klinik für Geburtsmedizin
  • DRK Kliniken Berlin Westend
  • DRK Kliniken Berlin Köpenick
  • Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
  • Krankenhaus Waldfriede
  • Martin Luther Krankenhaus
  • Gmeeinschaftskrankenhaus Havelhöhe
  • St. Joseph Krankenhaus
  • Vivantes Kliniken:
    Klinikum Am Friedrichshain
    Humboldt Klinikum
    Klinikum Neukölln
    Auguste-Viktoria-Klinikum
  • Oberhavel Klinik Oranienburg
  • Städtischen Klinikum Brandenburg GmbH
  • Forßmann Eberswalde

Informationen zum Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Daran arbeiten bundesweit Landesnetzwerke, die von Fachstellen zu migrationsspezifischen Schwerpunktthemen unterstützt werden. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Anmeldung

Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. Die maximale Teilnehmendenzahl beträgt 20 Personen pro Kurs. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Flyer (siehe Downloads rechts) oder über unsere Projektmitarbeiterinnen.

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Aktuelles

Der erste Durchgang hat am 1. Oktober 2019 begonnen. Bewerbungen für Oktober 2020 werden ab sofort angenommen.

 

 

Kontakt


Prof. Dr. rer. medic. Melita Grieshop
Professur für Hebammenwissenschaft
Projektleitung Anpassungslehrgang Hebammenkunde

Projektmitarbeiterinnen


Julia Hennicke
M.Sc. Management im Gesundheitswesen, Hebamme

 
Jana Lowsky 
Dipl. Pädagogin, Hebamme


Kerstin Böhm



Raum E 214
Telefon (030) 845 82 273
E-Mail anpassungslehrgang-hebammen@eh-berlin.de

Rufen Sie uns gerne an: Mo bis Do von 9.00 bis 15.00 Uhr!

 

 

 

Die Entwicklung des Anpassungs- lehrgangs wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin.
Die Durchführung wird durch das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ finanziert.